Mittwoch, 3. Juli 2024
angst.
Montag, 24. Juni 2024
pssstt... hallo?
hallo? ist da wer? da draussen in der blogger-welt. gibt es sie noch? geistern noch die alten schreiber und leser herum. die zeugen einer anderen zeit, in der man lesen durfte und nicht ein snap maximal 60 sekunden das kurzzeitgedächtnis besucht um danach für immer in der unendlichkeit des netzes zu verschwinden. kurzweilig ist unsere zeit geworden. immer mehr rast die welt an uns vorbei. wenig momente schaffen es sich in unser herz zu stehlen und dort eine ecke für sich in anspruch zu nehmen. schon lange spricht man ein für immer nicht mehr aus. um die nächste ecke ist das neue angebot. die neue attraktion. höher. schneller. weiter.
schon damals dachten wir es wäre alles schnell. wir sind uns vorgekommen wie im ice. am fenster rast das leben vorbei und man schafft es oft nicht die kontur zu erkennen. im gegensatz dazu sitzen wir nun im düsenjet. man erfasst nicht einmal den start und ist bereits auf der landebahn mit der bitte zum aussteigen. umsteigen. weitergehen. kein halt. kein stop. keine auszeit.
dabei braucht man diese so dringend. jeden tag.
und dann nimmt sich das xpe an diesem heutigen tag die kurze auszeit vom leben und öffnet eine tür in der herzensecke. da ist er. schillernd, mit liebevollen kommentaren der gemeinschaft, die so unbekannt war, aber dennoch so warm. mitfühlend. wertschätzend. anders als heute die welt zueinander ist. dem xpe kommen die tränen. so lange hat sie sich nicht mehr getraut den schlüssel umzudrehen und hinter die tür zu schauen. sie hat gedacht sie hat verlernt zu schreiben. findet nicht mehr die worte. weil sie müssen ja schnell kommen. idee. worte. text. zack. nächster text. nächster. nä...
heute gibt es einen und es war nicht schwer. und schön. und hat so gut getan.
pssstt... hallo? ist da noch jemand?
Montag, 18. November 2019
hallo zu hause.
viel zu viele geschichten verbergen sich in diesen jahren, in denen das xpe nicht in ihrem blog zu hause war. geschichten des glücks, des leids, der erschöpfung. wut. einzigartige augenblicke. lachen. freude.
die zweite tochter ist 1. getraut haben sich das frollein und der nachbar. nach kurzer zeit ein leben auf diese welt zu bringen. das erste jahr war schwer. gezeichnet von krankheit. angst. aber auch unendlicher freude und glück.
die erste tochter ist groß geworden. ein schulkind. ein zornigel. eine wunderhübsche räubertochter. ein wortwunder. mutig. großherzig.
hallo liebes zu hause. ich lebe noch und habe dich nicht vergessen.
Samstag, 28. Oktober 2017
geister.
dann klopfen sie an die türe. mal zaghaft leise. mal schallend laut.
öffnet man sie, sieht sie einem direkt in die augen. steht plötzlich mitten im schutz des eigenen heims.
die vergangenheit des anderen. das alte gefühl der neuen liebe.
wie geister sind sie weg und dennoch da.
Mittwoch, 25. Oktober 2017
lieber herr nachbar.
Montag, 31. Juli 2017
ich liebe dich, herr nachbar.
Donnerstag, 20. Juli 2017
bääämmmm.
es ist etwas geschehen, was dem xpe die augen geöffnet hat. ihren blick auf die dinge hat klarer werden lassen. nachdem sie augenscheinlich erfolgreich in einer fast-vielleicht-eventuell beziehung mit der vergangenheit angekommen war, fühlte es sich irgendwie an alsob was fehlt. das xpe konnte nicht definieren was. das wollte sie doch. die ganze zeit.vor 2,5 wochen ging das xpe abends weg. auf eine party, die schon lange im kalender steht.der nachbar von unten legte auf. der nachbar. benny.
das xpe zog in ihr jetziges zu hause nach der trennung von dem ehemann. sie hat schon in vielen stadtteilen der großen stadt gewohnt. hier fühlte sie sich endlich zu hause. nicht nur auf der durchreise. ihre wohnung ist alt. Und bunt. Voll von sprüchen und erinnerungen anden rosa und blauen wänden. überall liegt etwas rum. so ist das wenn man lebt. unter ihr wohnte von anfang an benny. auf den ersten blick war er damals nicht ihr typ. in dem jahr ist er ihr zu hause geworden. sie hat oft gebacken und ihm jedes mal etwas vor die tür gestellt.kleine klebezettel waren das kommunikationsmittel. es gab ein gegenseitiges weihnachtsgeschenk. es gab kleine gespräche bei einer zigarette. diese gespräche wurden mehr und beinhalteten dann noch einen kaffe. irgendwann merkte das xpe das sie ihn mag.aber er hatte eine freundin. war nicht ihr typ. sie dachte er findet sie ätzend. wenn sie ihm im waschkeller begegnete war sie immer ein klein wenig aufgeregt. wenn sie morgens die treppe runterlief sog sie seinen duft ein, der noch im treppenhaus schwebte. ihre freundinnen fragten immer ob er nicht was wäre. lachen. abwinken. niemals. freundin und so. das xpestand abends nach zwei gläsern wein oft vor ihrer tür. kurz davor die 16 treppenstufen runterzugehen und zu fragen ob man noch eine zigarette raucht oder noch ein glas trinkt. getraut hat sie sich nie.
der Samstag vor zwei wochen fing an wie ein normaler samstag. die party war geplant. das xpe war nicht wirklich in ausgehlaune. zog sich lässig an. nicht im abschleppmodus. warum auch, die vergangenheit schien bereit, man braucht keinen anderen mann. die party war gut.ein gespräch mit benny noch besser. der beschluss nach der party noch eine flasche rose zu leeren und auf dem balkon den sonnenaufgang anzuschauen stand irgendwann fest, als das xpe schon weit von nüchtern entfernt war. mutig war. jedoch war sie schon soweit aus dem kosmos, dass sie einfach heimging. nicht ohne die information zu adressieren das ihre türoffen war und durch einen trick einlass gebot.
als das xpe aufwachte war er da. ganz nah. mit klopfendem herzen. es regnete. also kein sonnenaufgang. und kein rose. aber ein im arm halten. und ein küssen. mit ganz viel mut. ein aufwachen am nächsten tag ohne scham. ein gemeinsames frühstück. ein nachmittag mit vielen gedanken. mit der erkenntnis was der vergangenheit fehlt. es ist zärtlichkeit. es ist interesse. es ist warm. es ist zu hause. er unten. das xpe oben. dazwischen ganz viel sehnsucht.
am nächsten tag hatte das xpe den ersten arbeitstag. als sie die tür aufmacht lag davor eine karte. benny. einen herrlichen ersten arbeitstag wünschte er. abends wollte er wissen wie es war. balkon. rosé. gespräche bis 2. ein kuss. dann folgten viele küsse. viele klebezettel.als das xpe ihm schrieb das sie diese momente des glücks gern in ein glas packen möchteund für immer auf das regal stellen, fand sie abends ein glas vor der tür. mit einem herz und seinem geruch darin. sie trafen sich auf dem treppenabsatz in der mitte für einen gute-nacht-kuss. es gab keinen sex. sie wollte warten bis er single ist. war er dann. nach einer woche sie fühlte sich glücklich. er auch. beide. immernoch.
das letzte wochenende war ihres. das popelschen war beim vater und sie haben einfach nur genossen. einander. in allen vollen zügen. am sonntag abend bekam sie einen zettel. auf dem stand: willst du mit mir gehen? kreuze an. das herz des xpe ist im salto gesprungen. ja.und nochmal ja.
sie kann mit ihm träumen und über das herz reden. über narben und über seelenschmerz. über die schönheit des lebens. sie teilen die liebe zur musik. laufen mit einem doppelstecker und zwei kopfhörern durch die stadt um sich die lieblingsmusik des anderen zu zeigen.kommunizieren mit melodie. tausend schöne augenblicke in denen die zeit rast und die weltstill steht. nur sie zwei beide.
das xpe will ihn behalten. für immer.
Donnerstag, 4. Mai 2017
noch einmal mit gefühl.
du liest meinen blog und greifst damit in meine privatsphäre ein. du benutzt die dinge, die ich aus meinem herzen hole um sie mir dann verdreht und voller abscheu ins gesicht zu werfen. du sagst mir du hättest mich beobachtet. eine woche. hast vor meinem haus gelauert um zu sehen was ich in meinen 4 wänden mache.
du wirfst mir vor eine herzlose person zu sein, die nur auf sex aus ist.
jetzt sag ich dir mal was mein freund, wer meinen blog wirklich liest und mich kennt weiß das ich nur nach einem auf der suche bin, der allesverzehrenden, irrsinnigen, lächerlichen liebe. der weiß auch das wenn ich noch so zerstört bin und am boden liege, ich trotzdem genau diesen glauben nicht verlieren werde. denn genau das macht mich aus. sex ist nice, aber bestimmt nicht meine einzige intention. und ja, wir hatten nette zeiten letztes jahr, aber im grunde ist es genau so wie ich geschrieben habe, wir haben absolut nichts gemein und haben uns noch weniger unterhalten.
ich treffe jemanden, ja, offensichtlich. nicht wegen sex, sondern weil er der ist, der er ist und ich die, die ich bin und diese kombination sehr gut passt.
du hast es gestern geschafft mich auf den boden zu werfen, aber heute mein lieber stehe ich wieder auf. jeden einzelnen beitrag über dich werde ich löschen. nicht weil ich angst habe das du ihn liest, sondern weil ich dich nicht mal mehr in meinem blog haben will. und ich werde weiterschreiben, nicht hier, aber ich werde. und ich werde weiterlieben. mit ganzem herzen.
also fick dich und wage es nicht dich nochmal in der nähe meines hauses rumzutreiben. du bekommst mich nicht klein. mich nicht.
Mittwoch, 3. Mai 2017
der letzte post.
der grund ist ein unglaubliches wochenende in straßbourg. der grund ist das ich mein herz geöffnet habe. das ich jemanden eingelassen habe und es dann verzockt hab. mit ehrlichkeit. mit aufrichtigkeit. mit allem was man eigentlich sein sollte. mit dem ich, wie ich es bin. mit dem zweifelnden ich. mit dem ich, dass im tiefsten inneren einen prinzen sucht, der auf den dächern von new york mit mir tanzt.
ich bin das letzte jahr fast ausschließlich durch die scheiße gelaufen. knöcheltief. nach jedem kleinen sonnenstrahl kam ein gewaltiges gewitter. ich hab viel gefunden und noch mehr gesucht. und im jetzigen moment. heute. liege ich auf dem boden und versuche mich zusammen zu halten. und dieses mal kann ich das nur alleine. kann nur alleine rausfinden wie die zukunft aussieht. ob ich noch an die liebe glaube und daran das auch ich irgendwann so etwas ähnliches wie glück finden kann.
dazu kommt das es hier menschen gibt die mich lesen und die mich kennen. die diese informationen, die ich hier aus meinem innersten preisgebe dazu verwenden mir weh zu tun. damit ich irgendwann aufstehen kann, muss ich diesen schmerz aussperren aus meinem leben.
diese trennung von meinem blog, der 5 jahre ein kleines licht in mir drin war tut unendlich weh.
liebe leser. ich bedanke mich. 5 jahre in diesem blog, in dem davor noch ein wenig länger. ich bedanke mich für das 'zuhören', für die kommentare, für das gefühl ab und an nicht allein gewesen zu sein. passt auf euch auf.
Freitag, 21. April 2017
ein neues vielleicht.
ein abend, der bis 4:00 uhr morgens ging. voller worte und lachen. ein lachen das bis zum bauch geht und auf dem weg dahin das herz berührt. die geschichten von 10 jahren. die erinnerungen an damals. 3 stunden schlaf. arm in arm. 1 stunde den anderen spüren, ganz nah. riechen. fast 12 stunden, die zu schnell vergingen. zu schnell für die geschichten eines jahrzehnts. zu schnell für das was an schmetterlingen den bauch ein wenig von innen kitzelt.
genug zeit um den glauben daran zu schaffen, dass dies nicht wie ein regenschauer vorbeiziehen wird, obwohl die möglichkeit besteht, dass es dennoch eine überschwemmung gibt. zumindest zu glauben das es echt war damals. damals und heute. das es damals nicht nur eine jugendliche liebelei war, sondern tatsächlich da und wirklich. zu glauben das es nicht darum geht die schnelle vergnügung in dem anderen zu finden. diese bleibt vorerst aus, von ihm gewollt, von ihr dankend angenommen. er will raum füllen in ihrem leben. vielleicht sich dazu entschließen an ihr herz zu klopfen. ganz langsam und leise.
beiden macht das ein wenig angst. angst vor dem morgen und dem danach. angst davor das der andere einen nicht einlassen will. wenn sie über sich als ein uns reden, was sie unglaublich ehrlich und erwachsen tun, dann geschieht dies zögerlich. jeder denkt lange über die worte nach, die gesagt werden. beide überwinden sich. und jeder fühlt die vorsicht beim anderen.
der geruch von ihm noch in der ganzen wohnung. das xpe fängt ganz langsam an daran zu glauben, dass es vielleicht zweite chancen gibt. vielleicht ein schicksal. vielleicht einen weg, den sie bis hierhin gehen musste um das leben in voller gänze zu erfassen, um zu merken, was sie damals hatte. und er vermutlich auch. manchmal heilt zeit nicht nur wunden, sondern eröffnet den raum für ein neues vielleicht.
Donnerstag, 20. April 2017
jetzt.
Dienstag, 18. April 2017
herzkettenkarusell.
und was ist das überhaupt mit dem leben für ein komisches ding? da begegnet man sich virtuell nach einem jahrzehnt in genau dem moment, in dem beide zufällig single sind. und er hat dabei noch ein intergalaktisches wahrheitsserum geschluckt, offenbart dinge aus dem herzen, die das xpe von einem mann nicht kennt.
zuviel wird ihr das drehen im kopf und das flattern im herz. gestern abend saß sie da und musste weinen. weinen weil sie jetzt genau 1 jahr ausgezogen ist von ihrem mann. weil sie in diesem jahr von einer krise in die nächste gestolpert ist. trotz freund war sie allein, denn wichtige entscheidungen konnte sie mit ihm nicht diskutieren. sie haben sich nichts geschaffen. keine erinnerungen. nicht durch reisen, nicht durch ausgehen, nicht durch gemeinsam gemeisterte hürden. keine nächtelangen diskussionen. sie hatten sex. und das war es. also hatte sie eigentlich nur eine affäre, die sie zwei mal im monat gesehen hat. mit vielen unterbrechungen. jemanden den sie zusätzlich zu ihrer situation unterstützen durfte. dem sie einen job besorgt und einen deutschkurs bezahlt hat. das xpe hofft das sie irgendwann aufhört dumm zu sein in bezug auf männer. wenigstens hatte sie den zwischenmann. den nach der trennung.
sie hat geweint weil sie jeden abend allein ist. unspontan ist und nicht ab und zu das haus verlassen kann einfach so. der ex fährt aber mit seiner neuen irgednwasfreundin nach italien. eine woche. wenn das xpe ein verlängertes wochenende macht muss sie bei dem kindsvater einen regelrechten kampf durchführen. und das alles arbeitet in ihr. hält sie nachts wach, bei klopfendem herzen. es ist wie wenn das herz kettenkarusell fährt.
Samstag, 15. April 2017
ohne gas.
das xpe ist bei tinder. schon eine weile. es war eine nette nebenbeschäftigung für den unsteten geist in ihr. nettes hin und herwischen, ein wenig schreiben. als sie dann mittwoch abend aus langweile so durch die gesichter gewischt hat, kannte sie auf einmal eins.
es war der mann, den sie in new york besucht hat. der mann, mit dem sie davor einen sommer hatte, der mehr als das wort zauberhaft verdient hat. sie hatte grandiose dates mit ihm, tagelang im bett verbracht bei hervorragendem sex. die ganze nacht durchgequatscht. nackt in der küche getanzt. sein winziges wg zimmer war ihre ganze welt. jedoch wusste sie damals das er gehen wird. von anfang an. zu beginn war bereits klar das er sich nicht binden will. dennoch hat sie sich verliebt. mehr als hals über kopf. als sie ihn dann in new york besucht hatte, kannte er seine spätere ehefrau bereits. die stadt war geil, die zeit mit ihm komisch. alles was sie hier zu hause hatten war weg. hatte er bei ihr gelassen. ein jahr später kam er wieder. sie fand ihn damals unglaublich scheiße. er hatte sich verändert. man merkte sein grandiose unzufriedenheit wieder hier in dem kleinen kaff zu sein um sein studium zu beenden. einmal haben sie sich danach geküsst. und ihr war klar das sie das nicht mehr will. nichts mehr fühlt.
über google und konsorten hat sie mitbekommen das er geheiratet hat. die amerikanerin. in der nächstgrößeren stadt wohnt.
sie hat ihn nach rechts gewischt. er sie wohl auch, denn da leuchtete es auf, das match. also hat sie ihm geschrieben. er zurück. er lebt im trennungsjahr. dann haben sie telefoniert. zwei stunden. das xpe denkt das zu dem zeitpunkt bereits klar war, dass sie sich sehen werden. zumindest für sie. einfach so. der donnerstag war ein kindfrei-tag, von langer hand als party nacht geplant. mit irrsinnig viel alkohol. und natürlich kam er. und natürlich sah er immernoch gut aus. roch unglaublich. an dieser stelle sei nochmal die olfaktorische affinität des xpe zu wunderbaren gerüchen erwähnt. um 6:00 uhr sind sie zu ihr gewankt. um 13:00 uhr ist er gegangen. zurückgelassen hat er viele schöne worte. schreibt diese. ruft sie heute morgen an um einen guten morgen zu wünschen. der bauch dreht durch, der kopf hebt den zeigefinger. sie war kurz versucht wieder das altbekannte spiel von "mach dich rar und du bist der star" zu spielen. hat sie aber nicht. sie wird das nicht mehr. also offene karten. sie will ihn wieder sehen. gerne bald. sie weiß jedoch das er er ist. das menschen nach trennungen zeit brauchen. vielleicht eine zwischenbeziehung, die auffängt was die ehemalige große liebe weggeworfen hat. sie will nicht wie damals mit vollgas gegen eine wand fahren. am liebsten wäre ihr eine lange 30er zone, mit ganz vielen blumen am wegrand. gesäumt mit verrückten häusern voller worte. und am ende dann eine weggabelung an der man sich entscheiden muss wohin man abbiegt.
Freitag, 14. April 2017
trip nach damals.
Montag, 10. April 2017
shortcut.
7 kilos hat sie abgenommen. für sich. sie fühlt sich halb ganz und ein klein wenig leer. aber im grunde gut.
sie hat heute den job gekündigt. ganz. nicht halb. es gibt viele möglichkeiten. mal sehen wo sie landen wird. dies als shortcut aus dem kapitel neuanfang.
bald mehr. bald wieder mehr blog. versprochen.
Mittwoch, 22. März 2017
dankbarkeit.
das xpe ist nicht voller trauer gefahren, nein, sie ist mit geklärtem blick nach hause gefahren. die anwendungen waren nett, am nettesten der sport und die motivation dazu, die sie mit nach hause gebracht hat - sie ist gestern schon zu später stunde in ihrem wohnzimmer rumgehopst und hat sich von amina auf youtube den schweiß ins gesicht jagen lassen. jedoch weiß das xpe, dass man in 3 wochen und somit 3 termine bei einem therapeuten nicht den kopf geraderücken kann.
sie hat mit den anderen frauen dort geredet und erkannt das sie weiter ist. mindestens 5 schritte. die frauen dort haben nicht einmal ansatzweise eine ahnung davon das sie einen an der klatsche haben, das xpe ist damit sogar im reinen. ein therapeut hat ihr einmal gesagt das der erste schritt zur heilung ist, zu erkennen das es was zu heilen gibt. diesen schritt ist das xpe schon vor rund 10 jahren gegangen. da sie sich immer mit dem was in ihr drin ist beschäftigt und dauernd versucht an sich zu arbeiten, war sie gegen ende diejenige, die von den frauen stundenweise zu gesprächen aufgesucht wurden. das xpe hat kurz überlegt die klinikleitung um eine entohnung für therapeutische tätigkeiten zu ersuchen.
was sie da gehört hat, von den frauen, hat sie traurig gestimmt. viele hatten keine freunde. also wir reden nicht von oberflächlichen bekannten, die kurz ins leben schneien und mit dem sommer wieder schmelzen, sondern von freunden. menschen die unsere geschichte nicht nur kennen, sondern dabei waren. das machte das xpe dankbar. dankbar für die 3 in ihrem leben. 20 jahre an ihrer seite.
die frauen erzählten von ihren ehen. ohne zärtlichkeit. ohne reden. ohne sex. dem xpe ist nicht ganz klar warum die frauen in diesem konstrukt verharren. klar, man darf nicht immer alles gleich wegwerfen und unsere gesellschaft heute und so. aber mädels, man darf sich auch nicht selbst aufgeben und alle wünsche und träume mit den füßen treten bis sie so klein sind, dass sie am strand der unerfüllten träume verschwinden. man darf auch bei heutiger gesellschaftskritik das glück suchen. und wenn man es nicht gleich findet, dann vielleicht beim nächsten mal. wieder ein punkt der dankbarkeit. dankbar für den freund, der da ist und das xpe in ruhe lässt, wenn sie es braucht. der nach über einem jahr die schmetterlinge noch fliegen lässt. der den kotzeimer hält, wenn das xpe um 4 uhr morgens das bedürfnis danach hat.
viele waren unglücklich in ihrem beruf. keiner ändert was. wird es das xpe? ja. sie bewirbt sich diese woche für das referendariat. und hey, wenn die fucking ects in vwl nicht reichen, ja dann wird halt noch ein semester irgendwelches vwl gedönse studiert. aber sie wird es. lehrerin. sie wird sich nebenher zur mediatorin ausbilden und vielleicht wird sie dann irgendwann noch nebenher psychologie studieren. nein, nicht vielleicht, sie wird. und sie wird für alle widrigkeiten, die sich ihr ei diesem plan in den weg stellen eine lösung finden.
sie hat das popelschen in einen sogenannten kindergarten gebracht, für den sie keine worte findet. sie weiß nur, dass sie sich nicht mehr über ihren eigenen beschweren wird. vermutlich nie mehr. zumindest nicht über lapalien.
ja, das xpe hat in der kur etwas gelernt. dankbarkeit. dankbarkeit für ihr leben.
Mittwoch, 8. März 2017
raus.
nach zwei wochen zu hause wegen burnout ist sie wieder in die arbeit gegangen. hat nur ganz wenig gearbeitet, alle überstunden abgebaut. sie ist wider aller gegenredner zu einer kinesologin. diese hat ihr kraft gegeben und eine milcheiweißunverträglichkeit diagnostiziert. ob es nun humbug ist oder nicht, dem xpe geht es besser seitdem sie jegliche tierischen milchprodukte aus ihrem leben verbannt hat. der magen-darm bereich erholt sich langsam. sie ernährt sich jetzt oft vegan, weil wahlweise das molke- oder milchpulver in fast jedem industriell verarbeiteten nahrungsmittel steckt. gelacht hat sie mal über die veganer. nun geht es ihr damit ganz gut. 3 kg in 2 wochen hat sie noch dazu abgenommen.
der chef hat sich nicht geändert. das xpe hat versucht es nicht an sich rankommen zu lassen. es ist einfach so wie es ist in der heutigen arbeitswelt. familienfreundlich, frauen in führungspositionen, vereinbarkeit von beruf und familie, work-life-balance. marketingwirksame modewörter derer sich die großen konzerne gern bedienen um ihr image zu polieren. dahinter steckt eine große leere ohne jegliche chancen für eben diesen personenkreis. das xpe hat beschlossen zu kündigen. sie wird schon irgendwie, irgendwas finden. etwas das sie nicht krank macht. und wenn sie wieder kellnern geht.
sie möchte was mit menschen machen, ihre stark ausgeprägte soziale seite ausleben dürfen. keine technik mehr. technik ist kacke. es gibt die möglichkeit im seiteneinstieg als lehrerin bwl und vwl zu unterrichten. das xpe hat genau das studiert und es wäre eine möglichkeit. eine möglichkeit die schon seit jahren durch ihren kopf geistert. ab 15.03. kann sie sich bewerben. im januar würde es los gehen. daumen bitte gedrückt halten.
eine andere möglichkeit ergab sich letzte woche und ist wie eine seifenblase geplatzt. eine stelle im betriebsrat im eigenen konzern. als assistenz. mit schulungen halten. mit mitdenken und mitarbeiten. dinge verändern. besser machen. das wäre genau ihr ding gewesen. die vorgesetzten waren begeistert von ihr, sie hätte die stelle gehabt. das große aber waren 80% reisen. mit dem popelschen nicht zu machen. dem xpe sind im gespräch die tränen gekommen. sie hat danach von einem der beteiligten des gesprächs gehört das er ganz traurig sei, dass sie die stelle nicht machen kann. die andere hat ihr eine email geschrieben und ihr gesagt das es vielleicht eine andere möglichkeit gibt.
sie hat nach dem gespräch ein wenig ihre situation geschildert. gesagt das diese stelle die letzte chance für den konzern war. sie gehen wird. das hat für bewegung gesorgt. der betriebsrat möchte sie im unternehmen halten. will eine lösung finden. sie ist gespannt.
jetzt ist sie erstmal drei wochen in einer kur. gleich geht es los. sie und das popelschen.
sie hofft das man ihr die psyche ein wenig gerade rückt. das sie sport machen kann. ohne rückenschmerzen zurück kommt. sicherer wird in ihrer liebe zu den lieben. mehr selbstvertrauen im umgang mit dem chef. das sie eine entscheidung trifft über den weg. den nächsten schritt.
vielleicht hält sie euch in einem off-topic á la kurbericht auf dem laufenden.
Dienstag, 7. Februar 2017
burnout.
am montag ist sie zum arzt gegangen. er hat sie bedenklich angesehen und gefragt wieviel freizeit sie in den letzten wochen hatte. wieviel zeit für ihre hobbies. wieviel soziale kontakte. freizeit? soziale kontakte? in dem moment kam ihr in den sinn wie viele whatsapp nachrichten unbeantwortet geblieben sind. das sie sich bei niemandem gemeldet hat. so dass sogar der beste freund - der sonst eher sparsam mit nachrichten umgeht - gefragt hat ob sie noch lebt. ganz abgesehen von der seelenschwester, die diesen satz im zwei-tages-rhytmus geschrieben hat. die letzte nachricht war nur ein wort "sorgen". die antwort vom xpe "ich überlebe". sie hat den freund einfach nur angekackt. und das freie wochenende mit ihm vor zwei wochen verschlafen. an sex war gar nicht zu denken. wann war der letzte nochmal?
das xpe ging vom arzt nach hause mit einer krankschreibung für die ganze woche. und noch während sie darüber nachgedacht hat das dies doch bestimmt kein burnout sein kann, weil wenn man sowas hat, kann man ja laut ihrer logik gar nicht mehr darüber nachdenken ob man eins hat, sind ihr die augen zugefallen. 16 stunden hat sie geschlafen. ja. das ist kein mythos. das geht. zwischendrin war sie kurz wach. desorientiert ist sie aufs klo gewankt und hat einen halben liter wasser getrunken. um dann wieder zu schlafen. das popelschen war beim papa. heute morgen ist sie aufgewacht. immernoch müde, aber nicht mehr so erschlagen. sie ist im bett gelegen bis 2. hat dann eine zigarette in der klaren, kalten luft geraucht und das erste mal seit wochen wieder was gefühlt. endlich war wieder mehr da als leer. dann ist sie in tränen ausgebrochen. einfach nur weil es so schön war zu fühlen.
sie hat einen entschluß gefasst. sie wird nicht mehr im elfenbeinturm arbeiten. sie wird dem chef sagen das sie aufgibt. er den kampf gewonnen hat. sie wird sich etwas anderes suchen. schlechter bezahlt? scheiß drauf.
biete scheißegut bezahlten job gegen ein leben. wer will?