Dienstag, 7. Februar 2017

burnout.

letzte donnerstag kam das xpe von 4 tagen "außendienst" nach hause zurück. 4 tage hatte sie im elfenbeinturm verbracht. inklusive übernachtung. organisation eines events mit 35 leuten. sie hat sich die ganze zeit über gefühlt wie in einem film. rasant an ihrem inneren auge vorbeiziehende bilder. gepaart mit wenig schlaf. lärm. menschen. sie war müde. das ganze wochenende. sie hat das popelschen angeschrien. aus dem nichts. war nicht in der lage etwas mit ihr zu unternehmen. nach dem vorlesen eines buches musste sie die augen erstmal schließen.
am montag ist sie zum arzt gegangen. er hat sie bedenklich angesehen und gefragt wieviel freizeit sie in den letzten wochen hatte. wieviel zeit für ihre hobbies. wieviel soziale kontakte. freizeit? soziale kontakte? in dem moment kam ihr in den sinn wie viele whatsapp nachrichten unbeantwortet geblieben sind. das sie sich bei niemandem gemeldet hat. so dass sogar der beste freund - der sonst eher sparsam mit nachrichten umgeht - gefragt hat ob sie noch lebt. ganz abgesehen von der seelenschwester, die diesen satz im zwei-tages-rhytmus geschrieben hat. die letzte nachricht war nur ein wort "sorgen". die antwort vom xpe "ich überlebe". sie hat den freund einfach nur angekackt. und das freie wochenende mit ihm vor zwei wochen verschlafen. an sex war gar nicht zu denken. wann war der letzte nochmal?
das xpe ging vom arzt nach hause mit einer krankschreibung für die ganze woche. und noch während sie darüber nachgedacht hat das dies doch bestimmt kein burnout sein kann, weil wenn man sowas hat, kann man ja laut ihrer logik gar nicht mehr darüber nachdenken ob man eins hat, sind ihr die augen zugefallen. 16 stunden hat sie geschlafen. ja. das ist kein mythos. das geht. zwischendrin war sie kurz wach. desorientiert ist sie aufs klo gewankt und hat einen halben liter wasser getrunken. um dann wieder zu schlafen. das popelschen war beim papa. heute morgen ist sie aufgewacht. immernoch müde, aber nicht mehr so erschlagen. sie ist im bett gelegen bis 2. hat dann eine zigarette in der klaren, kalten luft geraucht und das erste mal seit wochen wieder was gefühlt. endlich war wieder mehr da als leer. dann ist sie in tränen ausgebrochen. einfach nur weil es so schön war zu fühlen.

sie hat einen entschluß gefasst. sie wird nicht mehr im elfenbeinturm arbeiten. sie wird dem chef sagen das sie aufgibt. er den kampf gewonnen hat. sie wird sich etwas anderes suchen. schlechter bezahlt? scheiß drauf.

biete scheißegut bezahlten job gegen ein leben. wer will?

Montag, 30. Januar 2017

müde.

das xpe sitzt um 6:35 uhr bereits im elfenbeinturm. Das einzig positive ist das sie allein ist. allein mit den lichtern der stadt. Sse setzt sich vor die bodentiefen fenster in 213 metern höhe und trinkt ihren schwarztee. sie denkt an ihre kleine tochter, die vermutlich gerade erst aufwacht. vermisst sie schmerzlich. sie denkt an das wochenende zurück. eklig war sie zu dem freund. abweisend. Wollte ihre ruhe. hat an beiden abenden um 21:00 uhr geschlafen. war körperlich kaputt. ausgelaugt. eine woche im elfenbeinturm und das xpe fühlt sich als wäre sie 1000 km gelaufen. letzte woche waren es 10 stunden fahrt. freitag ist sie um 19:00 Uhr gegangen. stunden sammeln. samstag hat sie alles erledigt was man so unter der woche nicht hinbekommt. fotografentermin für bewerbungsbilder. auf dem kinderbasar verkaufen. auto waschen. backofen reinigen. die wohnung putzen teil 2. teil 1 geschieht immer schon donnerstag abend nach 20:00 uhr. wäsche waschen. das aquarium reinigen. sonntag liegt sie auf dem sofa unfähig sich zu bewegen.

der elfenbeinturm schlaucht sie. nächstes wochenende wird das popelschen da sein. da is nix mit auf dem sofa ausruhen. da gibt es kinderprogramm. mal sehen wie lang das xpe das so packt.

Dienstag, 24. Januar 2017

lügenkonzern.

wenn das xpe an den chef denkt fallen ihr spontan 1000 schimpfworte ein. aber es ist nicht nur der chef. es ist der gesamte konzern, in dem sie arbeitet. diese verlogenheit, mit der jedem mitarbeiter marketingwirksam vorgebetet wird das familie an erster stelle steht und der mitarbeiter als mensch zählt und nicht als arbeitsmaschine. ja, blöd nur wenn der mitarbeiter dann wirklich mal hilfe braucht. wenn flexible strukturen gebraucht werden. der arbeitgeber schreit nach flexibiltät bei den mitarbeitern und ist selbst so starr wie eis. rühmt sich aber nach außen ein flexibles unternehmen zu sein. homeoffice. flexible arbeitsplätze. pustekuchen. in der realität muss ein homeofficetag von dem vorgesetzten genehmigt werden. wenn der einen nicht leiden kann oder ihm heute mal das frühstücksei nicht bekommen ist, wird er ohne grund nicht genehmigt und nicht einmal der betriebsrat kann etwas dagegen tun.

so saß das xpe als alleinerziehende mutter vor wochen schon beim chef. verzweifelt, weil sie mit dem büro in den 66 km entfernten elfenbeinturm umziehen muss und nicht weiß wie sie beruf, kind und betreuungszeit des selbigen unter einen hut bringen soll. die antwort des chefs war ganz lapidar und sehr business man mäßig „das ist nicht mein problem“. also ging das xpe zur nächst höheren instanz. der cfo. sie versprach hilfe und das xpe hatte alle hoffnung auf sie gesetzt. sie ist jetzt in hipper teeniesprache einfach geghosted. sprich: sie hat sich einfach mal gar nicht mehr gemeldet. das xpe fährt also momentan 5 tage die woche 132 km am tag zu ihrem arbeitsplatz und zurück. sie ist am rennen. immer nur. um das kind pünktlich abzuholen. um noch schnell einkaufen zu gehen. um nachts die wohnung zu putzen. einmal in der woche steht sie um 4 auf um auf 06:00 uhr im büro zu sein. zwei tage die woche arbeitet sie 12 stunden. der chef lässt sie aufgabenmäßig aushungern. sie reserviert nur noch hotelzimmer oder macht reisekostenabrechnungen. oder getränkebestellungen. dafür hat sie bis zum master studiert. aber vor allem fährt sie dafür 660 km in der woche. der chef legt ihr brocken in den weg, die sind so groß wie die anden. am wochenende ist das xpe heulend zusammengebrochen. konnte nicht mehr atmen. das popelschen war da. das xpe handlungsunfähig. der druck macht sie fertig. jetzt werden alle schreien sie solle sich doch einen neuen job suchen. ja, sie sucht. alleinerziehende werden mit offenen armen empfangen!

irgendwann einmal, wenn das xpe nicht mehr hier arbeitet wird sie den namen des konzerns mit weltweit 150.000 mitarbeitern hier posten. einfach nur um die marketingbotschaft des „we together“ als lüge zu entlarven.

Mittwoch, 18. Januar 2017

xpepodcast.

als das xpe angefangen hat zu bloggen gab es vereinzelt blogger, aber die "szene" war nicht so groß und populär. vor allem konnte man als blogger damals nicht die kohlen einfahren um davon den lebensunterhalt zu bestreiten. mittlerweile sieht das bei einigen anders aus. 
in den jahren danach gab es dann die youtuber und seit neustem die poetry slammer. wobei sich das xpe die frage stellt was ein poetry slammer genau macht. natürlich ist die ein oder andere zeile von julia engelmann wirklich schön und trifft genau den gedanken, den das xpe hat. aber mal ehrlich. ist das nicht genau das gleiche wie bloggen, nur kürzer? oder muss sich das xpe einen hinterlegten beat im geiste vorstellen? aber gut, scheints ist das mittlerweile in der szene der extrovertierten schreiber der neuste trend. 
durch das immer noch sehr intensive studium der zeitschrift 'flow' ist das xpe auf podcasts gestoßen. sie hat sich ein paar runtergeladen und angehört und ist auf einem hängen geblieben.
an dieser stelle muss folgende empfehlung ausgesprochen werden: https://mitvergnuegen.com/podcast-beste-freundinnen.
da sich das xpe in einem permanenten dialog mit sich selbst befindet, hat sie sich überlegt ob sie sich vielleicht auch mal an das thema podcast wagen soll. ist nicht so exhibitionistisch wie ein video ins netz zu ballern und man kann schnell den ganzen wirrwarr an gedanken auf einen tonträger bannen.
im endeffekt wie bloggen, nur mit einer mehr oder minder netten und sexy stimme. 
sie würde das ding auch nicht so lang gestalten das sich alle mal kurz ne stunde für den blödsinn in ihrem kopf zeit nehmen müssten, sondern eigentlich eher so zwischendurch. als zwischenmahlzeit sozusagen. 
das xpe muss noch ein wenig recherchieren ob das auch auf unterstem low budget level funtkioniert. vielleicht habt ihr dann demnächst das vergnügen mit einem xpepodcast.

Dienstag, 17. Januar 2017

warum ich blogge.

unter der dusche wirbeln die gedanken durch den kopf. formen bilder aus worten und malen eine geschichte.

das wort kann noch so schön geschrieben sein, berührt doch der inhalt einen anderen menschen ganz tief im innersten.
das drum herum verführt das auge. der sinn im noch so kleinen inhalt lässt das herz für einen kurzen moment hüpfen.
berührst du jemand anderen, veränderst du sein leben.
malst die bilder einer geschichte auf sein herz.

tag 12.

eigentlich müsste das xpe das experiment als gescheitert ansehen. denn im alltag funktioniert das irgendwie nicht so bei ihr wie sie das gerne hätte. das popelschen ist mit ihren 3 lenzen bereits in dem party modus angelangt in dem das xpe erst mit 18 war und unterbricht dabei gerne den schlaf vom xpe. das macht ein frühes aufstehen zu einer qual. ein aufstehen vor dem popelschen fast unmöglich. zumal das popelschen nicht nur eine partynudel ist, sondern noch dazu die motivation hat gegen 5 in den tag zu starten.
kurzum sind morgendliche meditation und schreiberei einfach nicht drin gerade. abends genießt das xpe momentan die anwesenheit von dem freund auf ihrer couch und ganz plump machen sie das, was sie bisher nie gemacht haben: eng aneinander gekuschelt fernsehen.
dem fernsehen hatte das xpe eigentlich abgeschworen, aber momentan erlebt es ein revival.
ab donnerstag muss das xpe dann in den sauren apfel beißen und jeden tag 3 stunden im auto sitzen um zu arbeiten. 1,5 stunden pro strecke. es ist zum brechen.
der einzige lichtblick: eine baldige kur. mutter und kind. 3 wochen. wenn es rockt verlängert das xpe auf 4.
ab jetzt wird auch bei dem liebesakt die verhütung weggelassen und dann mal geschaut wann denn was passiert. eigentlich der ideale zeitpunkt. bevor das xpe sich beruflich nochmal neu orientiert und in einem anderen unternehmen fuß fasst. dann wegen eines kindes nochmal auszufallen wäre ungeschickt. vielleicht sollte sie sich davor mal scheiden lassen.

ein haus schaut sich das xpe auch an. nicht das traumhaus. aber es könnte auch ganz nett sein. renovierungsbedürftig steht in der anzeige. das xpe hofft das es bewohnbar ist und ein wenig schräg - wie sie.

soviel von tag 12.

Donnerstag, 12. Januar 2017

tag 5.

jeder mensch der uns begegnet, gibt uns etwas mit auf unsere reise durch das leben.
manchmal etwas ganz kleines.
und irgendwann finden wir genau das in uns selbst wieder.