Dienstag, 30. Oktober 2012

ich dich auch!

zur zeit ist das leben des xpentesilea einfach erfüllt. erfüllt von schöner musik. erfüllt von lieben freunden. erfüllt von schönen momenten. natürlich gibt es auch schlechte. doch meistens macht sie sich diesen stress selber. durch das gedankenkarusell, dass sich bei ihr immer, unaufhörlich dreht.

gestern zum beispiel hat sie sich tierisch aufgeregt. sie saß 12 stunden im büro. wußte das sie danach noch unendlich viel zu erledigen hat, weil heute der vater und morgen zwei freunde zu ihr kommen und bei ihr nächtigen.

sie wusste das sie am mittwoch graduiert und hat die katastrophe dieses tages schon vor sich gesehen. ein vater, der schwer ist, zusammen mit einer mutter, die er seit 12 jahren nicht mehr gesehen hat und noch viel länger nicht leiden kann.

mit einem gefühl, dass sie sich grad fett und häßlich fühlt. schon aufgrund dessen weil sie seit 1,5 wochen krank ist und kaum oder wenig schläft.

mit dem nicht wissen ob mr. unverbindlich nun kommt oder nicht. ob er sie beeindrucken wird, weil sie es sich wünscht, das er da ist.

zu den gedanken kam das ihr to-do liste für den gestrigen abend zu lang war. das der mitbewohner den arsch nicht hochbekommen hat und sie somit alles allein machen musste. bis tief in die nacht. das ihre liebste seelenschwester böse auf sie war. das gehalt der alten firma nicht gestimmt hat. der neue chef nach 2 wochen wunder erwartet und nicht bemerkt das das xpentesilea nicht zaubern kann. das sie eine umarmung gebraucht hätte. beistand. jemand der ihre hand hält. kurz.

zur krönung des gestrigen tages hat ihre katze auf ihr bett gepinkelt.

auf der stirn vom xpentesilea stand gestern eindeutig ‚arschloch‘.

doch wie es eben immer so ist im leben, kommt mit jedem schlechten auch etwas gutes. da wo schatten ist, ist eben auch licht. so hat sie eine sehr lange, schöne konversation mit mr. unverbindlich gehabt. bis tief in die nacht. er hat sie zum lächeln gebracht und auch ein paar mal zum lachen. er hat auf distanz ihre hand gehalten. war da. mal wieder. sie hat ihm gesagt, das sie ihn lieb hat. als freund und als freund+. er ihr auch.
 
 

Sonntag, 28. Oktober 2012

post für mr. unverbindlich.

Lieber Mr. Unverbindlich,

Wie soll man die Liebe finden, wenn man sich indirekt an jemanden bindet? Die Antwort ist ganz einfach. Man findet die Liebe nie, sondern sie findet einen. Dabei lässt sie sich in der Regel nie davon abbringen das sich eventuell eine andere Person in dem Leben des Menschen befindet. Sie zögert dann vielleicht kurz, aber sie setzt sich durch. So ist das nämlich mit der Liebe. Ich könnte jetzt lange und breit über die Liebe an sich und im speziellen schreiben, da ich mich mit diesem Thema schon aufgrund meiner Schreiberei intensiv beschäftigt habe. Liebe ist ein sehr großes Wort, mit dem viele Menschen viel zu leicht um sich schmeißen. Dabei definiert sie sich nicht ausschließlich durch die Schmetterlinge, sondern durch die Beständigkeit. Schmetterlinge vergehen. Wenn die Liebe danach bleibt, dann ist es etwas Wahres. Aber ich schweife ab.

Wenn ich von Gefühlen rede, dann rede ich von Empfindungen. Davon, was in einem drin ist. Genau zu einem Zeitpunkt in dem Ding, was wir Leben nennen. Jeder Mensch hat zu jedem Zeitpunkt Empfindungen. Diese sind schön oder eben schlecht. Manchmal ist es auch Gleichgültigkeit. Jedoch zähle ich für mich Gleichgültigkeit zu den negativen Empfindungen, da der Moment, in dem ich dieses Gefühl erlebe nichts Besonderes ist.
In dem Moment, in dem ich angefangen habe, nennen wir es mal krank, zu sein, habe ich ebenfalls angefangen zu versuchen die Besonderheiten zu sehen. Dabei war ich nicht auf der Suche nach großen Gefühlen und Feuerwerken, sondern einfach nach den kleinen Dingen im Leben, die mich mit Glück erfüllen. Dieses Glück findet sich manchmal in sehr banalen Dingen, wie der Moment, wenn die Sonne deine Nase kitzelt und du niesen musst. Ich habe in langer und harter Arbeit an mir selber gelernt genau diese Dinge schätzen zu lernen. Ich genieße solche Augenblicke. Ich genieße sie, weil ich weiß das es wirklich nur Augenblicke sind. Diese können im nächsten Moment schon vorbei sein. Genau wie das Leben an sich.

In diesem Moment habe ich auch begonnen mich nur noch mit Menschen intensiver zu befassen, die mich genau das tun lassen, fühlen. Das was du mit Frau J beschreibst, nennt sich Liebe. Es ist eine Form der Liebe. Ihr habt besondere Momente miteinander, die euch glücklich machen. Ihr könnt loslassen und es ist warm. Genau dieses Gefühl habe ich, wenn ich mit Menschen zusammen bin, die mir etwas bedeuten. Sei es mit meiner Seelenschwester oder dem besten Freund oder dem mitbewohnenden Ex oder eben mit dir. Ich sehe sie manchmal an und ich bin unendlich glücklich genau diese Person in genau meinem Leben zu haben. Dabei tut man sich gelegentlich weh. Das sind die Kurven. Denn nur wenn man liebt, kann man verletzten und auch verletzt werden. Und warum sollte ich mich näher mit Menschen befassen, die ich nicht auf irgendeine Art liebe? Der Schmerz dabei, der gehört ebenso zum Leben wie das Glück. Denn wie sollte man Glück zu schätzen wissen, wenn man nicht den Schmerz kennt?

 
Ob du mir das geben kannst was ich brauche? Momentan schon. Denn momentan bist du komischerweise der Mensch, der mir unendlich gut tut. Ich schaffe es mein Gewicht zu halten und nicht weiter abzurutschen. Ich habe keine Angst, keine Panik. Und das nicht nur wenn du an meiner Seite stehst. Es ist weil ich weiß das du in meinem Leben bist. Das wir dabei nicht nur reden, sondern es mehr ist als das, macht es für mich speziell, aber nicht kompliziert. Es ist die Art von Nähe, die ich momentan brauche. Auch wenn ich meine Witze über das Sex Thema mache, darum geht es nicht. Wenn ich das wollte hätte ich spontan 5 Nummern die ich anrufen könnte. Aber genau das ist es was ich vermutlich gerade nicht brauche. Es ist das jemand mich in den Arm nimmt. Meine Hand hält. Mir über die Backe streichelt. Und vor allem das ich dabei ich sein kann. Wenn ich normalerweise einen Mann kennenlerne, dann bin ich nicht ich. Ich versuche irgendwas zu spielen, was derjenige gerade toll finden könnte. Das ist bei dir nicht so. Ich erzähle auch nicht gleich mein ganzes Lebensdrama, doch dir habe ich vertraut. Das ist für mich im übrigen das Fallen lassen. Das ich mich nicht verstellen muss. Mit all meinen Macken und manchmal dummen Gedanken. Mit all meinem tolpatschigen Dasein und meinen kindischen Allüren.

Ich denke aber dabei nicht wirklich an morgen. Ich genieße die Magic Moments mit dir. Ob ich morgen jemand kennenlerne? Ob du morgen jemand kennenlernst? Ob wir irgendwann miteinander schlafen? Ob ich mich verliebe? Ob du dich verliebst?


Das sind alles Fragen, die ich nicht beantworten kann und auch nicht möchte. Denn ich weiß nicht ob es ein morgen gibt und wenn ich immer nur daran denke was wann eventuell passieren könnte, dann verpasse ich viele unglaublich schöne Dinge, die nicht nur mein Leben, sondern mich als Person bereichern. Ich verliere den Blick für das Kleine, das Schöne.


Was mich an deiner Aussage gestört hat ist nicht das du mich nicht schön genug findest. Es war die Ausschließlichkeit der Aussage. Man sollte nie Dinge ausschließen. Auch ich weiß nicht ob aus dem was ich momentan für dich empfinde irgendwann ein leuchtend bunter Schmetterling wird, aber ich schließe es nicht aus. Denn Schmetterlinge sind etwas sehr schönes und sie verdienen nicht das man sie ausschließt.

Schmetterlinge sind sehr scheue Tiere. Sie kommen nicht zu jedem und setzen sich auf den großen Zeh. Sie streifen auch nicht bei jedem sofort mit den Flügeln über die Backe.
Auch Schmetterlinge müssen herausfinden ob sie gerne zu jemanden gehen oder ob sie befürchten müssen das derjenige sie fängt und sie den Fliegestaub verlieren. 


Mit dem Bild möchte ich sagen das du nie deine Liebe findest, wenn du den Schmetterlingen keine Zeit gibst. Als wir noch jung waren, da haben wir uns eventuell spontan verliebt. Je älter man wird, desto mehr schaut man in die Tiefe bei einem Menschen. Desto mehr wägt man ab. Desto stärker prägen uns Erfahrungen. 

Ich verliebe mich zum Beispiel nie in die äußere Hülle, sondern immer in das was darunter ist. Und dafür braucht es immer extrem viel Zeit bis die erst Raupe zum Schmetterling wird. Denn die Hülle ist nicht das, was dein Herz wärmt, wenn es kalt ist. So wird auch die Person, die einem am Anfang nicht als die wunderschönste Person erschienen ist, zu der einen Person.


xpentesilea

Samstag, 27. Oktober 2012

eine antwort.

nach 4 tagen des wartens, zögerns und zweifelns hat es das xpentesilea getan. sie hat mr. unverbindlich den brief, den sie verfasst hat gesendet. dies geschah nur, weil sie ihn zufällig getroffen hat. sie wollte mit einer freundin essen gehen. er war auch da. allein. hat sich wie selbstverständlich zu ihnen gesetzt. das xpentesilea hat nicht mit ihm geredet. hat ein theater gespielt, in dem sie die schlechteste schauspielerin war. vor allem wenn man weiß wie sie wirklich ist.
als sie zu hause war, hat sie beschlossen das erste mal in ihrem leben nicht das zu tun was sie denkt das der andere von ihr erwartet. die hat nicht getan als ob alles in ordnung ist, damit es für ihn nicht zu anstrengend wird mit ihr. lange ist ihr finger über dem senden knopf geschwebt. lange hat sie nachgedacht. bis das herz ihr gesagt hat, dass sie es tun muss. jetzt. das sie sich geändert hat und das ihr das neue ich besser gefällt. 
bis ihr klar wurde, dass wenn er eine freundschaft in irgendeiner art und ausprägung will, er genau so eine kurve mit ihr durchfahren muss. weil das leben mit xpentesilea immer kurvig war und sein wird. und wenn er diese eine kurve nicht packt, dann werden sie niemals in 20 jahren irgendeine aussicht zusammen geniessen können.
also hat sie ihn gesendet. den brief.
die antwort kam am nächsten tag.

Liebes Xpentesilea,

ich möchte die Antwort auf deinen Brief relativ kurz halten, da ich das Gefühl habe, je mehr ich zu dir sage, desto mehr misverstehst du mich. Ich werde es aber nicht schaffen.

Es tut mir sehr Leid dass ich dich durch meine Aussage, beziehungsweise, durch deine Interpretation verletzt habe. Genau das wollte ich verhindern.

Mein Statement war allerdings ein Anderes, als das was bei dir ankam. Ich sagte, dass ich mich sehr sehr schwer verliebe und dass ich wohl bei 95% der Frauen keine solchen Schmetterlinge entwickle, die man dann wohl als verliebt sein bezeichnet. In diesen 95% warst du weder ein- noch ausgeschlossen. Natürlich kann es passieren, dass ich mich in eine Andere verliebe.
Natürlich könnte es aber auch mit jeder anderen Frau so sein. Ich verstehe mich grad wunderbar mit Marianna (also einer Frau X die nicht du bist) und wir sind ein kleines bisschen mehr als Freunde.
Dann tritt plötzlich eine Frau (nennen wir sie Daisy Duck) in mein Leben, die aus welchem Grund auch immer den ‚Mr. Unverbindlich kann sich in sie verlieben‘-Faktor hat. So, was macht Mr. Unverbindlich jetzt? Wenn er sich dem Erhalt der Freundschaft mit Marianna nicht sicher ist, wird er Daisy gehen lassen, weil ihm die Freundschaft mit Marianna wichtiger ist und er befürchtet sie zu verletzen, wenn plötzlich eine andere Frau mitmischt. Werde ich so aber je eine passende ‚Liebe‘ finden?

Du bist weit entfernt von einem ‚Niemand‘. Die tollste Frau die mich bisher in meinem Leben begleitet hat ist Frau J. Sie kenne ich seit ich Rechnen kann. Ich habe mich nie in sie verliebt. Nicht mal mit ihr rumgeknutscht. Trotzdem ist sie mit der grösste Jemand den ich kenne. Sie ist auch eine der Wenigen, bei der ich sicher weiss, dass ich sie mit anderen Frauen nie verletzen werde.

Ich werde nie bereuen, die Zeit investiert zu haben um mit dir schöne (auch mich berührende) Abende und Mittage verbracht zu haben. Und ich will dies auch gerne weiter tun.
Ich habe nur das Gefühl dass ich das zwar sehr geniessen würde, dir aber nicht das geben könnte, was deine angeschlagene Seele braucht. Wir interpretieren Gefühle, Nähe, Fallen lassen einfach anders.

Du bist eine tolle Frau, ein toller Mensch. Lass dich nicht von meinen Problemen sich zu verlieben verarschen. Ich bin kein Gradmesser. Tollere Männer verlieben sich in weniger tolle Frauen.

Ich werde mich wahrscheinlich in eine komische für die Meisten uninteressante Frau verschiessen. Warum? No idea! It’s the way life goes.

So, das wars von meiner Seite für den Moment. Ich hoffe ich habe es nicht Schlimmer gemacht.
Wenn doch werde ich in Zukunft nur noch Indonesisch mit dir reden. Ist eine einfachere Sprache!

Take care

das xpentesilea denkt über die antwort nach. sie weiss jetzt schon das sie umfangreich sein wird. denn sie hat das gefühl das sie sich nicht verstehen. aneinenader vorbeireden.

let it snow.

das xpentesilea ist heute morgen aufgewacht, weil sie ihn gerochen hat. gespürt hat, dass er da ist. der erste schnee. sie ist im schlafanzug in ihre stiefel gesprungen hat sich den dicken lila schal angezogen und ist in den garten gerannt. hat ihn begrüßt, den ersten schnee des jahres. das gesicht zum himmel gehoben und die schneeflocken auf ihrem gesicht gespürt. 

sie hat die augen geschlossen, den duft des schnees eingeatmet und gespürt das sie genau jetzt, in diesem moment, unendliches glück verspürt. 

schon gestern hat sie ihn gerochen. den schnee. sie hat gewusst das es morgen so weit sein würde. sie hat die weihnachtslieder rausgekramt und mit jedem lied, dass sie gehört hat, hat sich die ruhe, die diese zeit im jahr mit sich bringt über sie gelegt. die aufregung der letzten monate ist von ihr abgefallen. so lange, bis sie gemerkt hat, dass sie wieder sie selbst ist. das sie wieder das sein kann, was sie so lange monate nicht war. glücklich mit sich selbst. das sie wieder die verabredungen haben kann, die sie so lange zeit aufrgund rastloser unruhe nicht haben konnte, die aber die besten sind. die mit sich selbst. und ganz plötzlich. einfach so. zusammen mit dem schnee war sie wieder ganz. sie steht wieder. vielleicht noch ein wenig wacklig. aber sie kann wieder laufen. langsam und vielleicht brauch sie manchmal noch jemand der sie hält, wenn sie droht zu fallen. aber sie weiß das sie wieder allein wird gehen können.


Mittwoch, 24. Oktober 2012

lieber mr. unverbindlich.

dies ist mein brief für dich. ich schreibe dir, weil ich nur schreiben kann und nicht reden. nicht reden darüber was ich fühle. was mich verletzt. weil ich dir nicht sagen kann das du es getan hast. mir weh getan.

dieses verletzt sein kam erst am montag. etwa einen tag nachdem du mir den schmerz zugefügt hast. dieser war nicht körperlicher art. sondern das herz, das du verletzt hast. habe ich dir nicht gesagt das der schmerz, den man fühlt weitaus schlimmer ist als den, den man äußerlich zugefügt bekommt? 

womit du mich verletzt hast? mit dem was du gesagt hast. dabei war es nicht der ganze große kontext. es war nicht das, das du nicht mit mir zusammen sein willst. es war auch nicht das du das vielleicht nie willst. der eine satz, der mich unendlich getroffen hat war das du dich nicht in mich verlieben wirst, dies aber wohl in eine andere tun wirst. in dem moment hast du all meine selbstzweifel, die du kennst wenn du mir in den letzten wochen auch nur einmal annähernd zugehört hast, genommen und mir frontal ins gesicht geschlagen. du hast mir damit gesagt das ich es nicht wert bin sich in mich zu verlieben. nicht deinem ideal entspreche. du diese möglichkeit für mich komplett ausschließt. dies aber bei einer anderen nicht tust.

in diesem einem kleinen moment hast du vielleicht unbewußt alles schöne, was ich in der zeit fühle, wenn ich mit dir zusammen bin kaputt gemacht.
und dabei rede ich nicht von liebe oder verliebt sein. ich reden von gefühlen, die ich ich gerne habe, wenn ich mit menschen zeit verbringe. wenn ich menschen in mein leben lasse und sie das privileg genießen lasse mich und zwar wirklich mich kennenzulernen. das dürfen wenige. nur ein kleiner kreis von menschen erleben mich, das xpentesilea. alle anderen bekommen die beste version, die immer lächelt.

die gefühle, von denen ich rede sind wärme. glück. loslassen.

du hast mal gesagt das zeit kostbar sei. das ist sie. wenn ich zeit mit einem menschen verbringe, will ich fühlen. ich will glücklich sein. denn alles andere ist für mich vergeudete zeit in der ich nicht spüre das ich am leben bin. wenn ich nicht mehr fühle, bin ich tod. wenn ich mir keine gedanken mehr mache, dann bin ich keine schreiberin mehr und verliere dadurch nicht nur mein herz, sondern meine seele. meine leidenschaft. ich bin genau der mensch. der mensch der denkt. viel. und der mensch der fühlt.

ich wollte einfach nur mit dir zusammen sein. dabei wollte ich weder verändern, noch definieren. aber eines kann ich nicht und bin ich auch nicht, ich bin keine frau die dir erlaubt in ihre nähe zu kommen und dabei nichts, absolut nichts fühlen kann. mit sex geht das.
sex geht für mich komplett ohne gefühle. aber der mann, mit dem ich dann schlafe geht danach. er weiß nichts über mich. er kennt weder meine gedanken, noch meine geschichte. er darf nicht in meinem bett schlafen. nicht mein wahres ich sehen. er ist dann aber auch nichts besonderes für mich. sondern nur ein nichts und kein jemand. 

ein mann, mit dem ich zeit verbringe, den ich in meine wohnung lasse, in mein herz schauen lasse, der ist ein jemand. und für den fühle ich. und ich möchte das er fühlt. und ich möchte nie jemand sein, für niemanden, für den man nicht ein gefühl aufbringen kann. denn dann hätte ich nicht nur meine zeit verschwendet, sondern eben auch etwas, das weitaus mehr wert hat, jedenfalls für mich, glück. an einen jemand, der ein niemand sein sollte.
 

Montag, 22. Oktober 2012

beziehungskurven.


es war das erste mal das das xpentesilea und mr. unverindlich sich getroffen haben. bei tageslicht. er hat sie abgeholt und sie sind auf einen berg gefahren. haben das schöne wetter genossen. ein picknick gemacht. geredet. leider haben sie auch angefangen über unschöne dinge zu reden. wie immer über ihre nicht-beziehung oder was das wie auch immer ist und werden soll. 

das xpentesilea ist genervt von diesen gesprächen. weil sie das, was sie an den treffen mit ihm mag kaputt machen. weil sie an ihrer kraft zehren. weil sie das kaputt machen was sie fühlt. für ihn. ein thema war eine kurve. das xpentesilea hat gesagt das beziehungen wie eine kurve sind. gibt man zuviel gas, dann fliegt man raus.

er will keine kurven. nicht mit dem xpentesilea. er würde gern das nichts kaputt geht. das er ihr nicht weh tut. das keine gefühle da sind die verletzt werden können.

heut hat das xpentesilea lange darüber nachgedacht.

du willst keine kurve? dabei ist jede zwischenmenschliche beziehung, ob freundschaft oder liebe nur so viel wert wie die kurven, die sie während ihrer dauer durchfahren hat. dabei zählt nicht das man nicht rausfliegt, sondern das man es schafft den anderen trotzdem nicht zu verlieren. das ist das geheimnis von beziehungskurven, das man sie gemeinsam durchfährt und den anderen wieder auf die spur bringt, wenn er diese droht zu verlieren. auch das leben ist voller kurven. wenn man nicht die erfahrung macht wie es sein kann zu schlingern weil man zu schnell ist, der fliehkraft zu trotzen und es unbeschadet zu überstehen oder eben zu scheitern, woher weiß man dann das man am leben ist?

Freitag, 19. Oktober 2012

klein. schön. wertvoll.

5 tage arbeit. das xpentesilea ist todmüde, aber glücklich. in 2 wochen wird sie in shanghai sein. einfach weil sie einen tollen job hat. dieser job beansprucht sehr viel von ihr. von ihrer zeit. von ihrem leben. aber es ist genau das was sie braucht.

noch dazu hat sie einen tollen mr. unverbindlich an ihrer seite. denn seitdem sie diese woche überlebt hat, weiß sie ein unverbindlich zu schätzen. denn war es nicht immer das was sie wollte? karriere? und dazu noch ein wenig glück. in form von einem unverbindlichen mann, der ihr herz berührt, jedoch nicht vereinahmt. 

und genau das hat sie jetzt.

am mittwoch war er bei ihr. das xpentesilea ist beeindruckt wie einfach es ist. sie sagt er soll kommen und er macht das. sie reden wieder. mehr zeit als sie mit nähe verbringen. dabei definiert sich die nähe zwischen ihnen genau dadurch das sie nicht knutschend auf dem bett liegen oder sex haben. sondern dadurch das sie reden. ihr leben miteinander teilen. 

'du bist weiter gekommen als jede andere.' hat er gesagt. 'eigentlich wollte ich keine an mich ran lassen.'

nach 100 stunden analyse dieses einen satzes, der das herz des xpentesilea so unendlich berührt hat, das sie gar nicht damit umgehen konnte, stellt sie für sich fest, dass es einfach heißt das er sie an sich ranlässt. das er sie mag. das es mehr ist als das was sie bisher hatte. mehr als sex. mehr als knutschen. mehr als reine körperliche begierde. es ist der anfang von etwas ganz kleinem. ganz schönem. und ganz wertvollem.

Montag, 15. Oktober 2012

tag 1.

der erste arbeitstag trifft das xpentesilea wie ein schlag in den nacken. sie nacht davor konnte sie nicht schlafen. und das obwohl sie die nacht davor fast gar nicht geschlafen hat.

sie steht auf und stellt mit einem blick in den spiegel fest das die augenringe, die sich unter beiden augen befinden einem gothic make-up gleichen und wünscht sich nochmal in das bett kriechen zu dürfen. 
aber sie denkt sich das der erste tag nicht so heftig werden kann.

sie hat falsch gedacht. von halb10 bis 6 ohne pause. ein meeting nach dem anderen. eine aufgabe nach der anderen. alles völligst unstrukturiert und ohne richtige anleitung. ihr wird klar das dieser job sie mehr als ausfüllen wird. das sie, wenn es gut läuft eine 50 stunden woche haben wird. dabei ist ein wochenendeinsatz und abendessen mit irgendwelchen wichtigen menschen noch nicht inkludiert.

'haben sie am donnerstag abend schon was vor? nein? gut, denn wir fahren nach münchen und haben dort ein abendessen.' nein, jetzt hat das xpentesilea natürlich nichts mehr vor.

ihr wird klar das sie keine zeit mehr für ein privatleben haben wird. genauso wenig wie sie heute eine sekunde zeit hatte an eben dieses zu denken. und um so mehr wünscht sie sich danach heimzukommen und in starke arme sinken zu können. jemanden zu haben, der sie fragt wie ihr erster tag war. 

doch mr. unverbindlich liebt es eben genau so. unverbindlich. deshalb hat er sie nicht gefragt wie der tag so war. und als das xpentesilea dann total erschlagen unter der dusche stand wird ihr klar, dass sie genau so jemanden nicht will in ihrem leben. nicht gebrauchen kann. 

tag 1 vom rest deines lebens und vom anfang deiner karriere xpentesilea. genau der weg, den du vermutlich allein gehen solltest und musst.

Sonntag, 14. Oktober 2012

zuckerwattewolken vs. realität.

als er heute um 1 uhr mittags gegangen ist konnte das xpentesilea das grinsen nicht mehr aus dem gesicht bekommen. geschwebt ist sie auf einer kleinen rosa herzenzuckerwattewolke. er war die ganze nacht bei ihr. hat gestern nacht gewartet bis sie fertig war mit der arbeit in der bar. hat sie nach hause gefahren. ist gegangen. doch sie hat ihn angerufen. gefragt ob er nicht doch zu ihr kommen möchte. die nacht bei ihr bleiben möchte. er hat es getan. hat neben ihr geschlafen. 

sie ist in seinen armen eingeschlafen, nachdem er ihr gesagt hat das er sie mag. das er ab und zu an sie denkt.

als sie einen alptraum hatte hat er sie an sich gedrückt. hat ihr über das gesicht gestreichelt. hat sie in den arm genommen. 

nachdem sie aufgewacht waren wollte er gehen. das war um 10. drei stunden später hat er es dann geschafft zu gehen. sie haben geredet. unendlich viel. unendlich lange. 
noch nie in ihrem leben hat das xpentesilea mit einem mann soviel geredet. mehr geredet als geküsst. keinen sex gehabt.
'zeit ist kostbarer als menschliche nähe.' hat er zu ihr gesagt. das er sie ihr schenkt ist wertvoll.

drei stunden später hat er ihr dann geschrieben das er ihr nicht weh tun will. das er gern mit ihr zusammen ist. sie mag. sie gerne küsst. er aber nicht möchte das sie sich verliebt. das sie ihn ändert.

wie kommen männer nur immer darauf das wir frauen so intensiv zeit mit jemanden verbringen, in den wir uns nicht verlieben wollen? wie können sie denken das wir dieses gefühl steuern können, es beeinflussen können? wie können sie es immer, immer für sich ausschließen das sich das gefühl ebenso bei ihnen entwickelt?

und wann, gott verdammt wann ist es so kompliziert geworden, dass man trotz intensiver zeit die man verbringt, trotzdem man sich küsst noch darüber reden muss ob man zusammen sein will?

es muss dann gewesen sein, als die zuckerwattewolken immer und ständig der realität weichen mussten.  

Samstag, 13. Oktober 2012

simple but beautiful.

xpentesilea (17:29): just thought of you... hope your day wasn't that stressful... wish you a wonderful evening, a fantastic night and in the end extraordinary nice dreams

mr. unverbindlich (01:24): hello. hope your are already asleep and i won't wake ya up! day was stressy but that made it quick :) sleep on well. i will do the same now. nite nite

Donnerstag, 11. Oktober 2012

warm.

gestern war ein sehr schwarzer tag für das xpentesilea. ihr ging es den ganzen tag zum heulen. zum heulen aufgrund ihrer situtation. der wiederaufkeimenden panikattacken. der magersucht, die sie nicht los bekommt. dem wissen das sie daran sterben kann. 

am abend war sie so unendlich traurig das sie ihm das geschrieben hat. sie weiß nicht warum. einfach weil sie lust hatte. er hat sofort geantwortet. ob er kommen soll. für sie da sein soll. erst hat sie abgelehnt. irgendwann nach ewigem hin und hergeschreibe hat er gesagt das er jetzt einfach kommt. zu ihr.

sie saß auf dem bett. die beine eng am körper angezogen. er lag. seine hand ruhte auf ihrem rücken. sie hat geredet. hat sich alles von der seele geredet. die angst davor das die essstörung sie dieses mal umbringt. das ihr herz nachts zu schlagen aufhört. das sie deshalb nicht schlafen kann. sie hat ihm von ihrer vergangenheit erzählt. davon das alle menschen sie verlassen haben. ihr vater sie nie geliebt hat. nie stolz auf sie war. davon, dass ihre mutter sich das leben nehmen wollte als sie 8 war und das der tag war an dem ihre kindheit zu ende war. davon das ihre oma einfach nach england abgehauen ist. das ihre erste große liebe sie geschlagen und betrogen hat. 

sie hat ihm erzählt das sie gerade nichts empfinden kann. gar nichts. das es ihr momentan egal ist ob sie lebt oder stirbt. dinge, die sie niemandem erzählt hat. niemandem außer ihm.
 
er hat zugehört. ihr mut zugesprochen. die hand nicht von ihrem rücken genommen.

irgendwann konnte sie wieder lachen. hat sich an seine schulter geschmiegt. er hat sie fest gehalten. sie haben musik gehört. sie haben geredet. 

dann haben sie sterne geschaut. sich geküsst. gekuschelt.

sie hat sich wohl gefühlt. 

dann haben sie über sich geredet. mal wieder. diesmal nüchtern.

er will keine beziehung. hat die letzte vor 8 wochen beendet. sie hat ihm gesagt das sie nicht verliebt ist in ihn. er möchte nicht mit ihr schlafen, weil für ihn das verpflichtung bedeutet. jetzt nicht. vielleicht irgendwann. momentan möchte er genau das weitermachen was sie machen. reden. kuscheln. küssen. er möchte aber auch nicht das sie das mit anderen machen. exklusivrechte aber keine beziehung. er möchte seine freiheit. braucht seine freiheit. er möchte feiern gehen und sich mit freunden treffen. er möchte mit seinen weiblichen freunden feiern gehen und sich nicht schlecht fühlen wenn diese in seinem arm rumhängen. das xpentesilea ist geschockt. geschockt deshalb, weil für sie das ganz normale dinge sind, für ihn jedoch wohl nicht. er hat momentan viel stress. beruflich als auch private dinge, die er gerade einfach gerne macht. kann deshalb nicht so auf das xpentesilea eingehen wie er es gerne würde. auch was mit ihr unternehmen. das kann sich jedoch ändern. er mag sie. nicht nur zum küssen. nein, die persönlichkeit. es passt mega zwischenmenschlich, um in seinen worten zu schreiben. er findet das xpentesilea auch anziehend, sexy. er würde mit ihr schlafen wollen. macht es jedoch nicht, damit er sich keine gedanken machen muss. 

'dann lassen wir das also' fragt das xpentesilea.
'wenn das für dich so ok ist wie es momentan zwischen uns ist, dann nicht. aber wenn nicht hab ich vollstes verständnis wenn du das nicht mehr willst.' sagt er

das xpentesilea antwortet ihm nicht

'wie ist jetzt deine entscheidung?' frägt er minuten später.
'naja, irgendwann werde ich sex haben wollen.' sagt das xpentesilea.
'vielleicht will ich den ja dann auch.' sagt er.
'ich habe bedingungen.' sagt das xpentesilea. 'du musst dich öfter melden. ich möchte das nicht alle initiative von mir ausgeht. ich möchte das du sex nicht kategorisch ausschließt. ich möchte das du eine nacht bei mir verbringst.'

er sagt wiederum nichts.

'ich möchte mein leben nicht anders leben als vor drei wochen als wir uns kennengelernt haben.' sagt er.
das xpentesilea nickt. akzeptiert dies selbstverständlich und stillschweigend und entgegenet: 'ich auch nicht.'

in dem moment fragt sich das xpentesilea ob sie beide bemerken das der eine den anderen nicht aufgeben möchte. und sie jetzt schon dabei sind sich auf dinge einzulassen. grenzen zu stecken. grenzen, die ein wir zulassen würden. 

'ich fühle mich sehr wohl mit dir.' sagt er. 'es ist so warm.'
ja, mr. unverbindlich, das beschreibt es sehr gut. es ist warm mit dir. 


 

Mittwoch, 10. Oktober 2012

hello again liebe panik.

dem xpentesilea ging es gut nach der therapie. natürlich gab es noch momente, die sagen wir mal schwer waren. in denen sie kraft und ein starkes durchhaltevermögen brauchte.
momente in denen sich der hals kurzfristig zugeschnürt hat. aber es war nicht mehr schlimm. bis gestern.

gestern reifte aus einem wahrscheinlich harmlosen kribbeln an der lippe der gedanke an einen schlaganfall. dieser gedanke setzte sich fest und keimte. über 2 stunden. so lange, bis sie hysterisch nach ihren tabletten gesucht hat. kurz davor in das nahe gelegene krankenhaus zu gehen. 

nachdem sie die tablette genommen hat wurde es still. um sie herum. das xpentesilea erlebte den lang vergessenen zustand zwischen wach und schlaf, dämmerte dahin und verfiel in stundenlange traumvolle vergessenheit. als ob der tag niemals existiert hat. 

das xpentesilea weiß nicht warum es auf einmal wieder so weit ist. sie zerbricht sich den kopf warum es gerade jetzt so sein muss das in ihr die angst wieder keimt. sich ausbreitet. besitz von ihr ergreift. 

vielleicht kommt es von dem wissen das sie gerade ihren körper zerstört. ihr leben neuerlich auf's spiel setzt. jeden tag wenn sie auf die waage steigt ist es ein kilo weniger. sie macht dann große augen. stößt ein 'shit' aus. denn sie kennt die konsequenzen dessen was sie gerade tut. aber sie kann nicht aufhören. nicht anfangen regelmäßig zu essen. sie vergisst es. denn ein hungergefühl hat sie schon vor langer zeit verloren. und so wird sie immer weniger, die knochen immer mehr, die auswahl der kleider, die sie noch tragen kann gering.

sie sucht verzeweifelt nach halt. ist aber zu stolz um das zuzugeben. will niemandem sagen wie es ihr geht. sie will das man es merkt. und so entsteht der teufelskreis aus nicht essen - dem verzweifelten schrei nach liebe - dem rebellierenden körper - der einsetzenden panik.

sie sitzt da, weiß das sie am montag einen neuen job beginnt. das sie fit sein muss. dringend. und hat absolut keine ahnung was sie tun soll.

Dienstag, 9. Oktober 2012

not in love.

das xpentesilea hatte gestern ihr date. er war da. hat nicht abgesagt. hat ihr auch nicht gesagt das er am letzten wochenende die große liebe getroffen hat. 

sie haben einen film gesehen. irgendwann nach ein paar kläglichen versuchen seinerseits hat es geklappt und das xpentesilea lag in seinen armen. auf seiner brust. hat seinen herzschlag gehört. es war schön. 

danach haben sie sich unterhalten. lange. mal wieder. obwohl er auch dieses mal wieder früh aufstehen musste. sie haben gelacht. es war schön.

dann hat das xpentesilea ihn gefragt ob er ihre sterne schon gesehen hat, die an ihrer zimmerdecke kleben. ja, aber nicht richtig. also hat sie das licht ausgemacht. sie haben in die sterne geschaut. sie in seinen armen. er hat ihre schulter gestreichelt, sie an sich gedrückt. wiederholt hat sie ihn gefragt ob er nicht lieber gehen will. schließlich müsse er früh raus. nein. wollte er nicht. er wollte bei ihr bleiben. irgendwann haben sie sich geküsst. im nüchternen zustand. es war schön.

alles war schön. der ganze abend. er wäre im grunde perfekt gewesen. wenn das xpentesilea nachdem er gegangen war nicht in ihrer küche gesessen wäre. sich die zigarette auf die sie stundenlang verzichtet hatte gegönnt hätte. und dabei einen gedanken hatte. es war schön, aber sie ist definitely not in love.

Montag, 8. Oktober 2012

too many thoughts.

das xpentesilea befindet sich in einer phase des stillstands. nachdem sie durch die scheiße gewatet ist. wochenlang emotional achterbahn gefahren ist. sich wieder runtergehungert hat. in unendlichen aktivismus verfallen ist. ist sie jetzt am punkt des stillstands angekommen.

sie hat gerade ihren resturlaub bevor sie in genau einer woche den neuen job beginnt. sie liegt im bett bis 3. zieht sich das fernsehprogramm in seiner vollen länge und breite rein. ernährt sich, wenn überhaupt von chips. geht abends feiern und ist tagsüber tod. 

sie denkt nach. zu viel und zu oft.

was ist das mit ihm? ist sie verknallt? ist sie verknallt in den gedanken verknallt zu sein? sollte sie nicht erstmal allein bleiben? die wunden heilen lassen? ihren körper wieder in den griff bekommen? oder ist es die jagd? der versuch mal wieder einen mann zu bekommen, der eigentlich nicht gefangen werden will? warum ist sie nach monatelanger genesung wieder an dem punkt das sie keine luft bekommt? warum kann sie nicht essen? 

viele fragen. viele gedanken. eine erkenntnis, nennen wir sie mal die erkenntnis des tages.

sie trinkt so unendlich viel auf parties, weil sie nicht weggehen kann ohne zu trinken. sie hat dann angst. sie hat angst angst zu bekommen und sich vor anderen in grund und boden zu blamieren.

too many thoughts and only one finding.

Sonntag, 7. Oktober 2012

nachwehen.

das xpentesilea hat wieder eine verabredung mit ihm. morgen abend. er wird zu ihr kommen und sie werden einen film sehen. mal wieder. sie werden sich dann vermutlich küssen. im nüchternen zustand. so wie sie und er es beim letzten mal besprochen haben.

das xpentesilea leidet seitdem sie von dem date weiß noch mehr. sie leidet deshalb, weil sie die nachwehen der letzten beziehung immernoch spürt. ihr herz erinnert sich zu gut daran, wie der ex ihr immer wieder abgesagt hat. kurz davor. sie leidet an der zurückweisung. sie leidet daran, dass er nachdem er ihr vor 2 wochen gesagt hat das er momentan keine beziehung will gestern seinen status von 'single' in 'in einer beziehung' geändert hat. auf dem gesichtsbuch.

sie wartet darauf das er morgen absagt. stündlich. minütlich. jede sekunde. auch wenn er dies nicht tut, dann erwartet sie zumindest das er ihr morgen mitteilt das er eine andere kennengelernt hat. eine, in die er sich verlieben konnte. eine, mit der er plötzlich doch eine beziehung will.

diese gedanken verfolgen sie. den ganzen tag. die ganze nacht. sie wird weiter leiden. bis morgen abend. unter den nachwehen der letzten liebe. unter der wunde auf ihrem herzen, die noch nicht verheilt ist. 

deshalb denkt sie darüber nach das treffen abzusagen. weil sie noch nicht bereit ist eine neue wunde auf ihrem herzen zu haben. weil sie keine kraft hat zwei wunden heilen zu lassen. nicht jetzt.

Freitag, 5. Oktober 2012

16.

das xpentesilea fühlt sich wie 16. genauso verknallt. genauso dumm. genauso unfähig ihre gefühle unter kontrolle zu bekommen.

vor 3 tagen dachte sie noch das er ihr nichts bedeutet. am tag nach der letzten kussnacht ebenfalls. einen tag später, genauer gesagt gestern, traf sie die erkenntnis wie ein schlag ins gesicht.

sie saß mit einem kumpel in einem restaurant beim essen. nette konversation. gutes essen. schwerer rotwein. plötzlich sieht sie am anderen ende einen großen mann mit brille. und für eine sekunde kann sie absolut nicht mehr dem gespräch folgen. ihr herz setzt einen schlag aus. ihr magen krampft sich zusammen. bis sich der mann umgedreht hat und es nicht er war.

und das obwohl, oder vielleicht trotzdem sie weiß das er keine beziehung will. genauso unvernünftig wie eben mit 16.

Donnerstag, 4. Oktober 2012

klartext.

mit fast 30 hat das xpentesilea in ihrem leben scheinbar nichts dazugelernt. aber auch rein gar nichts. seit monaten schon feiert sie jedes wochenende ausgelassen. wie damals als sie noch viel jünger war. dabei kennt das xpentesilea was den alkohol angeht keine grenzen. diese verwischen mit jedem schluck mehr. sie kann nicht aufhören wenn sie einmal angefangen hat. 
dabei wird sie gefühlsduselig und ehrlich. sie wird all das was sie im nüchternen zustand nicht sein kann. manchmal denkt sie das ihre seele dann ausflippt. all das rauslässt, was ihr das xpentesilea im nüchternen, kontrollierten zustand verbietet. 

so auch vorgestern. am tag vor dem feiertag. eigentlich wollte sie nicht trinken. nicht so viel. jedoch hat sie an dem tag nachgedacht. zu viel nachgedacht. über den neuen er, den sie dabei ist in ihr leben zu lassen. sie wusste das er am abend auf die selbe veranstaltung gehen würde wie sie. sie hat angefangen zu zu machen. sich gesagt das sie ihn nicht will. in ihrem leben. in ihrem herzen. nicht nochmal will sie schmerz und demütigung zulassen.

er war dann da. auf der veranstaltung. das xpentesilea ist ihm aus dem weg gegangen. er ihr nicht. er hat ihre nähe gesucht. hat mit ihr geredet. getrunken. getanzt. sie hat viel getrunken. zu viel. als er gehen wollte hat sie die knallharte ehrlichkeit überrannt. sie hat ihn gefragt was er eigentlich von ihr will. klartext.

sie sind dann vor die tür gegangen. sind in klirrender kälte dagestanden und haben geredet. durch den alkohol vernebelt und mutig.

das xpentesilea weiß nicht mehr viel davon. wie blitzlichter flackern fetzen der unterhaltung wieder auf.

er sagte das er keine beziehung will. keine haben kann. weil er dem xpentesilea momentan nicht die aufmerksamkeit geben könnte die sie verdient. er mag sie aber. findet sie attraktiv. kann sich nicht von ihr fernhalten. ist verwirrt. 

sie hat ihm von ihrer angst vor der liebe erzählt. hat ihm gesagt das sie auch nicht bereit für eine beziehung ist. das sie ihn aber mag. ebenfalls verwirrt ist, weil alles so perfekt passt zwischen ihnen. 

er hat gesagt das er sie gerne mal im nüchternen zustand küssen möchte. das er nicht einfach nach einer party mit ihr ins bett gehen möchte. 

bei ihr zu hause im bett, wo sie bei kerzenlicht und musik gelandet sind, hat sie ihm von ihrer magersucht erzählt. davon, dass sie bereits vor der entscheidung stand zu leben oder zu sterben. sie wollte mit ihm schlafen. er nicht. 

sie sind eingeschlafen und eine stunde später aufgewacht. er hat sie geküsst und ist gegangen. seitdem hat sie nichts von ihm gehört. sie starrt das handy an. wartet. und weiß das nichts kommen wird. 

weil sie zu ehrlich war. zu viel von ihrem inneren preis gegeben hat. zu viel klartext gesprochen hat.